Lorrain-Smith-Effekt

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Der Lorrain-Smith-Effekt – auch pulmonale Sauerstoffvergiftung – ist eine Schädigung des Lungengewebes, die bei einer Langzeiteinwirkung (> 24 Stunden) eines erhöhten Sauerstoffpartialdrucks im Atemgas auftritt.

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Wirkt Sauerstoff über einen langen Zeitraum, d. h. mehr als 24  Stunden mit einem erhöhten Partialdruck (mehr als 0,5 bar) auf die Lunge ein, kommt es anfänglich zu reversiblen, später zu bleibenden Veränderungen bzw. Schäden am Lungengewebe.

Symptome hierfür sind:

  • Reizung der Rachenschleimhaut und dadurch Husten ohne Schleimauswurf
  • Erhöhung des Atemwiderstandes
  • Brennen und Stechen in den Atemwegen
  • Probleme beim Ausatmen
  • Atemnot
  • Schmerzen hinter der Brust
  • Bewusstlosigkeit

Diese Erscheinungsform einer Sauerstoffvergiftung liegt allerdings weit außerhalb der Reichweite des Sporttauchens, da man beim Tauchen kaum mehr als 24 Stunden einem Sauerstoffpartialdruck von mehr als 0,5 bar ausgesetzt ist. Die Empfindlichkeit des zentralen Nervensystems und damit das Risiko für eine ZNS-Sauerstoffvergiftung ist wesentlich höher. Somit kann es im Sporttauchbereich bei der Verwendung von Nitrox praktisch nicht zu einer Lungenschädigung durch einen zu hohen Sauerstoffpartialdruck kommen.