Stimmritzenkrampf

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Ein Stimmritzenkrampf (lat. Laryngospasmus) ist ein Schutzreflex des Körpers gegen das Eindringen von Fremdkörpern oder Wasser in Luftröhre und Lunge.

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Die Stimmritze liegt am oberen Ende der Luftröhre. Zusammen mit den Stimmlippen und den Stimmmuskeln ermöglicht das Erzeugen von Tönen. Kommt beispielsweise ein Tropfen Wasser auf die Stimmritze, verschließt sie krampfartig die Öffnung, um ein tieferes Eindringen des Fremdkörpers in die Atemwege zu vermeiden. Allerdings ist hierdurch auch das Atmen ist nicht mehr möglich.

Diese Situation ist schon über Wasser äußerst unangenehm, beim Tauchen kann sie aber lebensgefährlich werden, wenn das Opfer in Panik verfällt und schnell zur Oberfläche aufsteigen will. Die vorher unter erhöhtem Umgebungsdruck eingeatmete Luft dehnt sich aus, und es kann zu einem Lungenbarotrauma kommen.

In einer solchen Situation sollte man versuchen, sehr langsam etwas aufzutauchen. Möglicherweise wird es durch den etwas ansteigenden Lungeninnendruck möglich sein, das Wasser auszuhusten. Oft wird empfohlen, den Betroffenen so lange festzuhalten, bis es ohnmächtig wird, da sich dann der Krampf von alleine löst. Dies ist allerdings kritisch zu betrachten: Zum einen wird es schwer sein, einen in Panik geratenen Taucher in der Tiefe zu halten. Zweitens ist zu bezweifeln, ob sich der Krampf in der Ohnmacht von alleine schnell löst. Und drittens besteht bei einem ohnmächtigen Taucher die Gefahr, dass er seinen Lungenautomat aus dem Mund verliert und dann zusätzliches Wasser aspiriert.