Tauchregeln

Aus Taucherpedia
Wechseln zu: Navigation, Suche

Das Sporttauchen ist statistisch gesehen eine relativ sichere Sportart. Wenn allerdings Unfälle geschehen, haben diese oft gravierende Folgen für den betroffenen Taucher. Deshalb ist es unabdingbar, einige grundsätzliche Tauchregeln, die der Sicherheit und Gesundheit dienen, zu beachten.

Grundwissen für Open Water Diver*

zurück zum Online-Training OWD*

Der Tauchsport erlaubt es dir, im wahrsten Sinne des Wortes in eine völlig neue Welt einzutauchen. Um diesen Schritt mit größtmöglicher Sicherheit zu gehen, ist es wichtig und sinnvoll, das du einige prinzipielle Tauchregeln beachtest. An oberster Stelle steht deine Gesundheit und deine Sicherheit. Du bist nur dann ein guter und sicherer Toucher, wenn du weder dich selbst, noch deinen Tauchpartner gefährdest.

  • Tauche nur dann, wenn du absolut fit bist und du dich wohl fühlst. Wenn Du erkältet bist und / oder Probleme im Hals-Nasen-Ohren-Bereich hast, musst du auf den Tauchgang verzichten. Tauchen mit Erkältung und / oder HNO-Problemen kann zu erheblichen Schwierigkeiten mit dem Druckausgleich bis hin zu Verletzungen deiner Lungen führen.
  • Im Zusammenspiel mit Druckauswirkungen und psychologischer Belastung können Alkohol, Medikamente und Drogen gravierende Auswirkungen auf dein Bewusstsein und dein Verhalten haben. Deswegen darf unter Alkohol-, Medikamenten- und Drogeneinfluss unter keinen Umständen getaucht werden.
  • Solltest du dich während eines Tauchganges unwohl fühlen, dann zeige deinem Partner das entsprechende Unterwasserzeichen, brecht gemeinsam den Tauchgang ab und steigt kontrolliert auf. Auch dein Tauchpartner, der Guide oder dein Tauchlehrer kann sich unwohl fühlen. Jeder kann mal ein Problem haben, auf welches du Rücksicht nehmen musst. Jeder kann jederzeit einen Tauchgang abbrechen wollen oder müssen.
  • Plane deinen Tauchgang sorgfältig und lege Wert auf ein ordentliches Briefing vor dem Tauchgang. Bei der Tauchgangsplanung solltest du deinen Ausbildungsstand, deine Erfahrung und natürlich auch jene deiner Tauchpartner berücksichtigen. Tauchzeit und -tiefe richten sich nach dem Ausbildungs- und Erfahrungsstand des unerfahrensten Tauchers deiner Gruppe. Du darfst weder die geplante Tauchtiefe noch die geplante Tauchzeit überschreiten. Du bzw. deine Tauchgruppe kann aber selbstverständlich jederzeit weniger tief oder kürzer als geplant tauchen, wenn es die Umstände (Luftvorrat, Kälte, etc.) erfordern.
  • Die maximale Tiefengrenze des Sporttauchens liegt bei 40 m. Überschreite diese Tiefe nicht.
  • Es ist sinnvoll wenn du deine Tauchgruppe so klein wie möglich planst. Ideal ist hierbei sicherlich ein Tauchgang zu zweit. Je größer die Tauchgruppe, umso unübersichtlicher und damit unsicherer wird sie. Dies gilt um so mehr, je schlechter die Sichtverhältnisse werden. Bei besonders schlechter Sicht hilft meist nur Körperkontakt: Ganz einfach an der Hand halten!
  • Solltest du deinen Tauchpartner während eines Tauchgangs verlieren, suche ihn kurz – maximal eine Minute – in deiner unmittelbaren Umgebung und steige dann, wenn du ihn nicht gefunden hast, kontrolliert an die Wasseroberfläche auf. Gegebenenfalls notwendige Dekostopps musst du natürlich einhalten. Da es sich möglicherweise um eine Notsituation handeln kann, kannst du auf den Sicherheitsstopp verzichten. Wenn du deinen Tauchpartner an der Wasseroberfläche nicht findest, musst du Hilfe in Anspruch nehmen, um eine Such- und Rettungsaktion einzuleiten
  • Tauche nie allein. Es wäre aber optimal und erstrebenswert, wenn du immer so tauchst, dass du nie Hilfe deines Partners in Anspruch nehmen musst, sondern du immer Hilfe geben kannst.
  • Mindestens ein Teilnehmer des Tauchgangs muss ausreichend Taucherfahrung und Ortskenntnis besitzen, um den Tauchgang sicher führen zu können.
  • Achte regelmäßig auf deinen Luftvorrat und kontrolliere dein Finimeter. Informiere deinen Tauchpartner über deinen Luftvorrat. Beim Erreichen von 100 bar und spätestens beim Erreichen des Reservedrucks von 50 bar musst du deinem Tauchguide oder Tauchpartner die beiden entsprechenden Unterwasserzeichen anzeigen.
  • Beim Austauchen machst du bei jedem Tauchgang – sofern kein Notfall vorliegt – einen Sicherheitsstopp von 3 min bis 5 min in 3 m bis 5 m Tiefe.
  • Das Tauchen ist ein wundervoller Natursport, der es uns erlaubt traumhafte Erlebnisse in einer völlig anderen Welt zu genießen. Das hat mit dem Wettkampfaspekt des sich gegenseitig Überbietens nichts gemein. Es kommt beim Entspannen in der Natur nicht darauf an, persönliche Rekorde zu sammeln oder sich mit anderen zu messen. Lass dich nicht auf eine Dynamik ein, in welcher es um Zahlenvergleiche geht. Das gilt sowohl für Luftverbrauch, Tauchzeit, als auch ganz besonders für die Tauchtiefe. Persönliche Wettkämpfe in diesen Bereichen führen sehr schnell zu Unfällen. Lass dich gar nicht erst darauf ein.